Die Bäume sind unser Dach –
die Natur ist unser Spielzeug

In einer wunderschönen naturbelassenen Waldlandschaft am Lech-Höhenweg gelegen, gibt es den Waldkindergarten Landsberg-Pitzling seit 1999.

Spielen und Lernen hängen unmittelbar zusammen…

im Kreislauf der Natur ist dies in optimaler Weise vorhanden und erlebbar

Der Waldkindergarten Landsberg-Pitzling wird von 15 Kindern im Alter von 3-6 Jahren besucht und von zwei pädagogischen Fachkräften begleitet. Waldkindergärten haben in Deutschland mittlerweile eine bemerkenswerte Qualität in der Vielzahl der pädagogischen Ansätze im vorschulischem Bildungsbereich erlangt. Kinder haben ein großes Bewegungsbedürfnis und eine ausgeprägte Sinneslust! Bei uns gibt es unbegrenzten, erlebnisintensiven „Spiel-Raum“. Hier lassen sich kindliche Fähigkeiten und Fertigkeiten in optimaler Weise fördern und entwickeln. Wir sind überzeugt, dass unser pädagogischer Ansatz viele Chancen und wesentliche Grundlagen für die gesunde Entwicklung von Kindern in der heutigen Zeit bietet und ihnen einen wertvollen Erfahrungsschatz mit auf den Weg gibt.

Über uns

Die Gruppe

Die Kinder

Unsere Kindergartengruppe besteht aus 15-18 Kindern im Alter von 3 – 6 Jahren. Die Altersstruktur ist gut gemischt, so dass wir jedes Jahr vier bis sechs Schulkinder haben, die wir auf ihren neuen Lebensabschnitt vorbereiten und begleiten.

Die Erzieherinnen

Susanne Deppe, staatl. anerkannte Erzieherin, Gründerin des Waldkindergartens Pitzling im Jahre 1999, Zusatzausbildung in Natur- und Erlebnispädagogik, Montessoripädagogik, Erwachsenenbildung im Bereich Waldpädagogischer Fortbildung. Tanja Kadic, staatl. anerkannte Erzieherin, Ausbildung als Waldorfpädagogin.

Anmeldung und Aufnahme
Kinder können das ganze Jahr über angemeldet werden. Das Kindergartenjahr beginnt am 1.September, zu diesem Zeitpunkt werden neue Kinder aufgenommen. Die Aufnahme erfolgt nach einem persönlichen Gespräch, Schnuppertag und dem Aufnahmevertrag. Berücksichtigt wird die Familiensituation, Geschwisterkinder, Alter und Gruppenkonstellation. Für alle Landsberger Kindergärten gibt es ein zentrales Anmeldeverfahren, unter

www.kitaplatz-landsberg.de

Anmeldungen aus Fremdgemeinden können sich bei uns melden.

Öffnungszeiten, Beitrag & Ferien

Öffnungszeiten:
Der Kindergarten ist Montag bis Freitag von 8:15 – 13:00 Uhr geöffnet. Die Kernzeit (das ist die Zeit, in der das Kind da sein muss) ist von 8:30 – 12:30 Uhr.

Elternbeitrag:
126,- € monatlich.

Ferienordnung/ Schließzeiten:
Die Kindergartenferien sind den bayerischen Schulferien angeglichen.

Struktur & Tagesablauf

Was Struktur und Tagesablauf betrifft, werden bewährte Muster übernommen: Morgenkreis – Freispiel – Brotzeit – Wechsel von gezielter Beschäftigung und Freispiel – Schlusskreis:

Der Tag beginnt mit der Begrüßung (einem Lied, Gedicht, Spruch oder in Stille) im Morgenkreis. Der gemeinsame Beginn ist wichtig, um sich gegenseitig wahr zu nehmen und die Gelegenheit zu haben, Bedürfnisse und Ideen zu besprechen.

Es folgt zeitlich begrenztes Freispiel. Das Spiel ist für das Kind die ureigene Ausdrucks-, Erfahrungs- und Lernform. In einem großzügig abgesteckten Rahmen (in Hörweite und/oder Sichtweite) bestimmt das Kind den Ort, den Spielpartner und das Spielmaterial selbst. Die Erzieher/innen begleiten die Kinder dabei („situativ“) und stehen für Fragen zur Verfügung. Teils werden in der Zeit Wege zurückgelegt. Nach dem allgemeinen Händewaschen folgt die gemeinsame Brotzeit. Sie bietet Gelegenheit zur Ruhe, zum Gespräch und zum Zuhören. Hier kommt besonders das Zusammengehörigkeitsgefühl zum Ausdruck.

In der darauf folgenden gezielten Beschäftigung werden mit Einzelnen oder in der gesamten Gruppe sachbezogene Aktionen durchgeführt, in denen die Ideen und Anregungen der Kinder mit einbezogen werden. Situationsorientiert und witterungsabhängig kann dies geschehen mit:

  • Liedern, Klanggeschichten, Kreisspielen, Tänzen
  • Bilderbüchern, Geschichten, Gedichten, Rollenspielen, Gesprächen
  • Bewegungs-, Bestimmungs-, Such- und Wahrnehmungsspielen
  • Projekten und Angeboten
  • Naturwissenschaftlichen Experimenten
  • Werken und Arbeiten, Bauen und Gestalten sowie Malen, Puzzeln, usw. mit Naturmaterialien
  • Jahreszeitenfesten, Geburtstagsfeiern oder Ausflügen.

Mit einem Spiel, einem gemeinsamen Lied, einem Vers oder einfach in gemeinsam erlebter Stille wird der Abschlusskreis gestaltet. Dies ist der Platz, sich für die Erlebnisse eines schönen Tages, die einem geschenkt wurden, zu bedanken und sich zu verabschieden.

Hintergrund

Waldkindergarten – was ist das?

Ein Kindergarten ohne festes Gebäude, Kinder halten sich bei jedem Wetter im Freien auf, sind für 2 –3 Stunden auf Forschungsreise im Wald oder waldähnlichem Gelände unterwegs. Wie ein solcher Vormittag aussieht, darauf werden wir noch ausführlicher eingehen. Idee und Konzept stammen aus Dänemark, dort gibt es Waldkindergärten schon über 20 Jahre. 1993 erster Waldkindergarten in Flensburg, das Konzept stößt Bundesweit auf große Interesse und die Idee breitet sich schnell aus. In Bayern gibt es ca. 100 Wald- und Naturkindergärten. Träger sind Eltern- und Erzieherinitiativen, Vereine und Gesellschaften, in einigen wenigen Fällen ist der Träger eine anerkannte, bestehende Einrichtung.

Um die Position der Wald- und Naturkindergärten in Bayern zu stärken, gründeten engagierte Pädagogen und Eltern im Juni 1999 den Landesverband Wald- und Naturkindergärten in Bayern e.V.. Der Dachverband zielt seither darauf, die hier zu Lande neue Form der Kinderbetreuung in Pädagogik, Politik und Öffentlichkeit unverzichtbar zu machen. Auf der Grundlage unseres intensiven, mehrjährigen Erfahrungsaustausches und in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen aus Bildung und Erziehung arbeiten wir daran, die Qualität der pädagogischen Arbeit unserer Mitglieder auf hohem Stand zu halten. Mehr unter: www.waldkindergaerten-bayern.de

Wie es bei uns anfing

Zeitungsberichte und Besuche bei schon existierenden Waldkindergärten brachten uns auf die Idee, selbst einen Waldkindergarten zu gründen. Unser herrlicher Wald, direkt vor der Haustür bot sich geradezu an. Hinzu kommt, daß es zw. Ammersee, Augsburg und Mindelheim keine ähnlichen Projekte für Vorschulkinder gab.

Im Februar 99 starteten wir mit 4 Kindern den Versuch, einen Waldkindergarten aufzuziehen, bis zum Sommer wurden es schnell acht im neuen Kindergartenjahr 12 und seit September 2002 sind es 18 Kinder die mit uns gehen. Inzwischen haben wir eine Reihe Kinder auf einer Warteliste stehen, die Nachfrage nimmt zu, aus dem Landsberger Stadtbereich gleichfalls wie aus den umliegenden Dörfern (Lengenfeld, Hagenheim, Schwifting, Erpfting).

Heute haben wir, dank Unterstützung des städt. Forstamtes und tatkräftigen Eltern, ein Tippi als Unterschlupf für ganz schlimme Regentage, außerdem haben wir einen Bauwagen an unserem Treffpunkt, der alles notwendige Material aufbewahrt.

Schwerpunkte

Sinneserfahrung

Kinder lernen durch sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen; sie müssen sich bewegen und ausprobieren können, um sich selbst und ihre Umwelt im wahrsten Sinne des Wortes zu be-„greifen“. Nie wieder ist die Schulung der Sinne so wichtig wie in den ersten Lebensjahren. Die Neugier des Kindes ist groß, das Gehirn noch plastisch und „erfahrungshungrig“. Die Stimmulation sämtlicher Sinne ist nötig, damit sich das Gehirn entwickelt und eine Struktur bildet, die Wahrnehmung verarbeiten kann. Je vielfältiger die Anreize, desto mehr Schaltstellen, Synapsen werden entstehen. Gerade das Leben in der Natur bietet eine Fülle von Sinnesanreizen. Von unschätzbaren Wert ist das Erleben der Stille im Wald, es führt zur Ruhe, Konzentration und innerer Stabilität, macht sensibel für feinste Geräusche und Vorgänge sowohl in der Natur, wie auch im eigenen Körper. Den Geruch der Natur wahrzunehmen, gehört genauso dazu wie der Tastsinn, der weiche Boden, Rinde, glatte Steine, aber auch Wind und Kälte, Nässe und Wärme werden wahrgenommen. Die differenzierte Wahrnehmung des Auges wird z.B. im Frühjahr deutlich, wenn in der Natur eine Vielzahl von verschiedenen Grüntönen zu erkennen sind.

Bewegung

Bis weit in die Grundschulzeit läßt sich in der Regel bei jedem Kind ein hohes Maß an Bewegungsdrang beobachten. Im Sich- Bewegen sehen Entwicklungsforscher die fundamentale Voraussetzung für Spracherwerb und abstraktes bzw. mathematisches Denken.
Entsprechend der Zeit, in der das Gehirn gegenüber den Wahrnehmungseinwirkungen am aufnahmefähigsten ist, veranlaßt ein innerer Antrieb das Kind dazu aktiv zu sein. Rennen, springen, hüpfen, rollen, klettern, schaukeln, balancieren machen jetzt besonders Spaß. Jedes Kind wählt seine Entwicklungsstand entsprechend die Schwierigkeiten einen Bewegungsspieles selbst, erfolgreich auf einem Baumstamm zu balancieren oder hochzuklettern stärkt das Selbstbewußtsein und motiviert den nächsten Schritt in der eigenen Entwicklung zu machen. Hat das Kind genügend Raum seine Grobmotorik zu entwickeln, wird es auch im Wald seine feinmotorischen Fähigkeiten fördern können, z.B. beim Flechten einer Blumenkette, Malen mit Stöcken, Spielen mit Zapfen und Steinen, Sägen und Schnitzen…

Das Spiel

Das „Vorschulkind“ benötigt besonders das freie Spiel. Hier kann es üben, über seine Grenzen zu gehen, Verantwortung zu übernehmen, Spannungen auszugleichen, Konflikte auszutragen, Geduld mit anderen zu haben. Spiel bedeutet Lebensaneignung. Kinder, die viel und ausgiebig spielen, werden in ihrer Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit, Wahrnehmung- und Beobachtungsfähigkeit, Belastbarkeit, Sprechfähigkeit und Intelligenz gefördert. Der beste Raum dafür ist die Natur. Sie ist der Ursprung allen Lebens und mit den Begebenheiten der Natur wird der Bezug dazu hergestellt. Erfahrungen werden aus erster Hand und mit allen Sinnen gemacht.

Waldkindergarten – was ist das?

Ein Kindergarten ohne festes Gebäude, Kinder halten sich bei jedem Wetter im Freien auf, sind für 2 –3 Stunden auf Forschungsreise im Wald oder waldähnlichem Gelände unterwegs. Idee und Konzept stammen aus Dänemark, dort gibt es Waldkindergärten schon über 20 Jahre. 1993 erster Waldkindergarten in Flensburg, das Konzept stößt Bundesweit auf große Interesse und die Idee breitet sich schnell aus. In Bayern gibt es ca. 100 Wald- und Naturkindergärten. Träger sind Eltern- und Erzieherinitiativen, Vereine und Gesellschaften, in einigen wenigen Fällen ist der Träger eine anerkannte, bestehende Einrichtung.

Eltern- und Kinderstimmen

„Wir sind zutiefst dankbar, dass unsere 3 Mädels im Waldkindergarten Pitzling waren. Zunächst ausgewählt aus praktischen Gründen, da es der Kindergarten vor Ort war und somit auch die Freunde vor Ort sind, hat uns jedoch schnell das Konzept begeistert. Gerade heutzutage (Trend: Walden/Waldbaden) kann man den Kindern, unserer Meinung nach, nichts Wertvolleres mitgeben oder ermöglichen. Uns hat besonders begeistert, wie sich die Kinder ganz alleine mit den einfachsten Dingen Stunden beschäftigen konnten und dabei körperliche, soziale und gesundheitliche Fähigkeiten erworben haben, die ihnen keiner mehr nehmen kann. Auch jetzt in der Schule können keine Defizite festgestellt werden, sondern wurden vor allem die sozialen Kompetenzen, die durch die kleine Gruppe gestärkt wurden, gelobt. Besondern schön finde ich persönlich, dass sie keine Angst vor der Natur (Kälte, Regen, Gewitter, Tiere) haben, sondern sie respektieren, nutzen und lieben.“

Julia und Sebastian, Eltern von 3 Töchtern nach 9 Jahren Waldkindergarten Pitzling

„Ich finde die Zeit, die meine beiden Töchter im Waldkindergarten verbracht haben so unglaublich wertvoll, dass ich sie sofort wieder hinschicken würde, wenn ich könnte. Sie würden das auch gerne tun. Mein größter Wunsch ist, dass auch die Schulen sich mehr an dem Konzept „lernen durch erleben“, wie es im Waldkindergarten praktiziert wird, orientieren werden.“

Lena, Mutter von 2 Töchtern aus Pitzling

„Am Besten hat mir gefallen, dass wir immer draussen waren!“

Felicia 13 Jahre, 3 Jahre Waldkindergarten Pitzling 

„Mir hat es im Kindergarten sehr gut gefallen, ich würde sofort wieder in Waldkindergarten zurück gehen.“

Rosa, 2. Klasse, 3 Jahre Waldkindergarten Pitzling